Das Konzept

Nach dem situationsorientierten Ansatz versuchen wir, jedem einzelnen Kind die Möglichkeit zu geben, seine eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren, wobei ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander, insbesondere auch der Geschlechter untereinander, erlernt werden soll. Auch gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen wollen wir Verständnis entwickeln und Toleranz fördern.

Grundlage

Die Grundlage für situatives Arbeiten bildet die Beobachtung der Kinder.Das einzelne Kind wird mit seinen individuellen Neigungen und Begabungen wahrgenommen und gefördert. Die Erzieherinnen tragen ihre aus dem täglichen Umgang mit den Kindern gewonnenen Beobachtungen (bei Spielen, Konflikten, Kinderliedern, Kinderbildern, verbalen Äußerungen, usw.) zusammen und versuchen zu einer gemeinsamen Interpretation der Situation zu kommen.

Der situationsorientierte Ansatz

Er besteht darin...

  • die Lebenssituation jedes Kindes zu berücksichtigen
  • dem Kind zu größtmöglicher Selbständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen und seine Lernfreude anzuregen und zu stärken
  • dem Kind zu ermöglichen, seine emotionalen Kräfte aufzubauen
  • die schöpferischen Kräfte des Kindes unter Berücksichtigung seiner individuellen Neigung und Begabung zu fördern
  • dem Kind Grundwissen über seinen Körper zu vermitteln und seine körperliche Entwicklung zu fördern
  • die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten und der Interessen des Kindes zu unterstützen und ihm dabei durch ein breites Angebot von Erfahrungsmöglichkeiten elementare Kenntnisse von der Umwelt zu vermitteln

Förderung

Bei der Förderung des Kindes geht es um 5 Bildungsbereiche

  • sozialer Bereich (Bereich des mitmenschlichen Verhaltens)
  • kognitiver Bereich (Bereich des Wissens)
  • emotionaler Bereich (Bereich der Gefühle und Empfindungen)
  • kreativer Bereich (Bereich der Phantasie und Ideen)
  • motorischer Bereich (Bereich der Bewegung und der Körperbeherrschung)

Die Kinder werden vormittags in festen Gruppen betreut, um ihre Persönlichkeit und ihr Verhalten besser beobachten zu können. In einer "Konzentrationsphase", üblicherweise im Morgenkreis, werden die kognitiven Fähigkeiten der Kinder durch Vorlesen, das Erlernen von Liedern und Gedichten und durch gemeinsame Spiele systematisch aufgebaut. In Jahresgeprächen, auf Wunsch aber auch zwischenzeitlich unterhalten sich die Erzieherinnen ausführlich mit den Eltern über den Entwicklungsstand und die Fortschritte des Kindes.